Ich werd mit dem ganzen Chaos nicht mehr fertig. Es ist ein ständiger Kampf, aber ich bin tapfer. Das einzige Ziel, das ich habe, ist, Dich zu beschützen, das Gold in mir zu waren. Niemand bedeutet mir wirklich etwas, außer Dir, außer mir. Ich möchte alle Bänder, die ich knüpfe, zerschneiden, mich befreien, alle Seile kappen, alle Fesseln reißen, die ich mir hab anlegen lassen. Ich möchte alles loslassen, alles fallen lassen und mich in das Gefühl der Freiheit und Ungebundenheit stürzen. Vor mir sehe ich die Flammen, sehe ich, wie alles brennt, das mir lieb ist; die Hitze, die mich erblühen ließ, zum letzten mal lodert sie auf, bevor sie für immer erlischt. Sie erleuchtet mein Gesicht, sie erleuchtet meine Augen, die in unfassbarem Blick erstarrt sind. Ich falle auf die Knie und möchte mich in die Flammen stürzen, möchte letztendlich mit ihnen vergehen. Ich hätte meine Augen vor der Welt verschlossen lassen sollen, denn jetzt, wo ich sie ansehe, raubt man mir die Freiheit, überfällt man mich, dringt man ein in mich.
19.03.2002
|